Männer de luxe – Neues von der Reste-Rampe

 

Unglaublich faszinierend, was die beiden Leipziger Lieder-Kabarettisten Jürgen Denkewitz und sein neuer Mitstreiter Matthäus Krzywdzinski als „Die MelanKomiker“ zwei Stunden lang dem Publikum zumuten: sich. Der eine setzt Akzente, der andere hat einen. Der eine spielt Gitarre, der andere hat auch eine. Der eine hat volles Haar, der andere Selbstbewusstsein. Der eine hat eine Stimme, der andere singt auch. Beide sind Ü30 und stolz darauf, einer schon ziemlich lange…

Beide sind überdurchschnittlich musikalisch, weit über dem Durchschnitt neben der Spur und durch und durch schnittig. Sie bieten Albernheiten auf höchstem Niveau, aber aus tiefster Seele.

Da paaren sich Größenwahn mit Realitätsferne, Wortwitz mit dem Versuch, den Nachnamen des Kollegen einmal im Leben richtig auszusprechen, Musikalität mit einem Hauch von Stimme sowie das Lachen des Publikums mit einem unvermuteten Innehalten, wenn ein leises Liebeslied ins Programm purzelt. – MelanKomisch halt…

Und die Erfahrung zeigt: Publikumse ertragen sowas! – Wobei beide wissen: Es muss Publikümmer heißen. Denn beide haben Abiturse.

Und beide sind schön. – Was im Auge des Betrachters liegt. Und den oder die kriegen sie rum. Jeden Abend. Als „Männer de luxe“.

Kleinkunstbühnen sind ihr Zuhause, obwohl beide eine Wohnung haben. Sogar jeder eine. Einer von beiden ist Single ist, hat aber noch LPs! – Mein Gott, dieser Jürgen: ein Hundertsassa!!

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